Das Leben zur Zeit Jesu

Wir Kinder aus der 4b haben mit Joshua und Junia das Leben zur Zeit Jesu kennengelernt. Heute möchten wir euch was darüber erzählen. Zur Zeit Jesu wurde die Stadt von einer Stadtmauer umringt. Wenn man rein oder raus wollte, musste man an den Zöllnern vorbei und ihnen Geld geben. Das Geld bekamen dann die Römer. Manchmal verlangten sie auch mehr Geld und behielten etwas für sich. In der Stadt war alles sehr eng. Die Häuser sahen aus wie Würfel. Viele hatten außen eine Treppe, die zu einer Dachterrasse führte. Im Haus war ein einziger Raum. In diesem Raum wurde gekocht, geschlafen und zusammengesessen. Menschen und Tiere teilten sich manchmal sogar das Haus. Mit einem Zaun war der Bereich der Tiere abgetrennt.  Viele Möbel gab es nicht. Einen Tisch mit Hockern und eine Schlafmatte. Mitten im Dorf gab es einen Brunnen. Wir selber haben aus Ton ein Dorf zur Zeit Jesu nachgebaut und ausgestellt.

Die Kinder trafen sich früher oft auf den Straßen und spielten überall im Dorf. Sie liefen im ganzen Dorf herum, spielten fangen oder verstecken auf den Dachterrassen. Die Mütter und Väter arbeiteten währenddessen. Die Väter waren entweder Hirten, oder Bauern, oder Fischer. Es gab auch einen Lehrer, der die Kinder unterrichtet hat. Meistens saßen sie zusammen am Brunnen in einem Kreis. Die Frauen waren oft zu Hause und kümmerten sich um den Haushalt, die Kinder und die Tiere. Früher gab es noch keine Autos, weshalb die Menschen auf Esel und Kamele angewiesen waren. Die Esel halfen auch bei der Arbeit auf dem Feld.

Jedes Dorf hatte eine Synagoge. In der Synagoge trafen sich die Menschen am Sabbat. Dies ist ein besonderer Tag. Schon freitags abends traf man sich mit der Familie, um gemeinsam zu feiern. In der Synagoge saßen Frauen, Kinder und Männer getrennt. Nur die Männer durften aus der Thora lesen. Eine Schriftrolle, aus der Geschichten vorgelesen wurden. Dafür mussten die Jungen und Männer hebräisch lernen, denn die Thora war auf dieser Sprache geschrieben. Die Buchstaben sind ganz anders, wir konnten die Schrift nicht lesen. Die Thora ist sowas, wie bei uns die Bibel. In der Synagoge wurde auch gebetet.

Am Ende unserer Reihe mit Joshua und Junia besuchte uns noch Herr Dane. Er zeigte uns und der Klasse 4a, die auch das Thema durchgenommen hatte, Bilder, wie es jetzt in Israel aussieht. Das war spannend, denn Herr Dane war schon sehr oft in Israel und kann viel darüber erzählen. Früher sah es schon so viel anders aus, als wir es kennen. Und auch, wenn es sich jetzt natürlich sehr verändert hat, sieht es immer noch ganz anders aus, als bei uns in Kaster.

(Ausschnitte von Lena, Julian, Jacob)