Klassenfahrt der 3. Klassen

„Wann fahren wir denn?“, „Wie sieht es denn da aus?“, „Wie ist denn das Essen da?“, „Wie lange dürfen wir denn aufbleiben?“ oder „Machen wir auch eine Nachtwanderung?“,  so hörte man die vielen Kinder der dritten Klassen in den letzten Wochen immer wieder fragen. Alle sehnten sich nach dem 27. Mai 2019, an dem es endlich losgehen sollte zur Steinbachtalsperre nach Euskirchen.

An diesem Montagmorgen waren dann aber nicht nur die Kinder und Lehrerinnen und Lehrer sehr gespannt, nein, auch viele Mamis, Papis, Omas und Opas  kamen, um  „Ade“ zu sagen. Alle winkten fleißig zum Abschied, und es ging pünktlich mit einem Doppeldeckerbus los, bis alle endlich das Ziel erreichten.

Frau Heimbach, die stellvertretende Leiterin des Hauses, begrüßte zusammen mit den Referenten die Kinder und gab erste Erklärungen zum Ablauf der Tage. Wichtige Fragen wurden geklärt: „Wo schlafen wir, wann werden wir geweckt, wo gibt es Essen, wann macht das Lego-Zimmer auf, wo ist die Wiese zum Fußball spielen …?“

Was die Kinder nach der aufregenden Ankunft erwartete, waren zwei Tage voller Spannung, Spaß, Spiel, fleißiger Arbeit in drei Gruppen zum Thema “ Schätze entdecken“ und vieles mehr.

Bei fast überwiegend trockenem Wetter wurde in den einzelnen Klassen-Gruppen, die von je einem Referenten betreut wurden, vor allem draußen viel gespielt, gemeinsam gesprochen, gesungen, Geschichten gehört, gebastelt und noch vieles mehr. Morgens und abends gab es immer schöne und besinnliche Zeiten der Ruhe und des Nachdenkens. Dafür gab es extra Räume, zum Beispiel eine Kapelle oder einen Meditationsraum.

Bilder der Klasse 3a

Bilder der Klasse 3b

 

Bilder der Klasse 3c

Aber auch ein Hühnchen hatte für die Kinder eine große Bedeutung.

Ein Kind steht bei diesem tollen Spiel einige Meter (10-20 m) von der Gruppe entfernt. Zwei Schritte vor ihm liegt ein Plastik-Huhn, das quietscht, wenn man es am Bauch drückt. Das Kind dreht sich nun immer mit geschlossenen Augen und ruft: „Wo ist mein Huhn?“ Währenddessen läuft die Gruppe der anderen Kinder nach vorne. Wenn die Drehung des Kindes um ist, öffnet es jedes Mal die Augen und alle müssen erstarren, wer wackelt, muss hinter die Linie zurück und von vorne beginnen. Irgendwann erreicht die Gruppe das Huhn. Das Ziel für die Gruppe ist es, das Huhn zurück über die Anfangslinie zu bringen, ohne dass der Spielleiter merkt, wer das Huhn hat. Pro Runde hat er die Chance, wenn er die Augen öffnet, eine Person zu bitten, die Hände zu heben. Wenn dieses Kind tatsächlich das Huhn hat, müssen alle wieder zurück.

Und dieses Spiel hat den Kindern natürlich sehr viel Spaß gemacht, denn jedes Kind wollte das Huhn haben. Doch das sich drehende und fragende Kind hatte immer leichtes Spiel, denn das Huhn hielt nicht still, wenn man es falsch anfasste, und es war immer leicht zu erkennen, wer es hinter dem Rücken versteckt hielt. Eine Strategie musste her, denn es ging in diesem Spiel um etwas Anderes als immer der Erste und Schnellste zu sein. Nur gemeinsam konnte die Gruppe das Huhn fassen und unentdeckt wieder über die Linie bringen. Worauf kam es an? Auf Teamgeist und auf geschicktes Laufen und Sich hin stellen, so dass das Huhn von dem einzelnen Kind nicht entdeckt werden konnte. Das war gar nicht so leicht, und es brauchte viele Runden, bis die Kinder die Strategie erkannten und so gemeinsam zum Ziel kamen. Aber dann war die Freude groß! „Nochmal!“, schrien sie und auch die Lehrer.

Unterbrochen wurden die Klasseneinheiten vom leckeren Essen, von Freizeit und (leider) von den Schlafenszeiten. Die Nachtwanderung war eigentlich keine richtige Nachtwanderung, da es noch hell war. Dennoch hatten viele ihre Taschenlampen dabei, und es ging zum nahe gelegenen Spielplatz. Am Dienstagabend gab es Abendangebote, die von vielen Kindern wahrgenommen wurden: Foto-Rallye, Legozimmer und Mandala-Malen.

Nach einer sehr schönen Zeit ging es für die Kinder und Lehrer am Mittwochmorgen zurück zur Schule, wo sie von den Eltern wieder in Empfang genommen wurden.

Noch lange nach der Klassenfahrt haben die Kinder von ihren Erlebnissen erzählt und immer wieder eine Frage gestellt: „Fahren wir im vierten Schuljahr noch einmal auf Klassenfahrt?“