SCHULHYMNE

„W.I.R.“ – Wertschätzung – Interesse – Respekt

 

Seit Juni 2016 hat unsere Schule eine eigene Schulhymne. Sie trägt den Titel „WIR“. Die Idee dazu hatte Herr Heying, er schrieb auch den Text dazu. Die Musik komponierte Dieter Kirchenbauer. Gemeinsam wurde die Hymne unter der Leitung von Herrn Heying mit Kindern, Lehrern und Herrn Kirchenbauer während der Projektwoche „Olympia“ realisiert.

Bei allen festlichen Gelegenheiten wird die Hymne nun gesungen. Sie wurde im September 2016 auch schon auf der Bedburger Musikmeile aufgeführt.

Text der Schulhymne

 

Hörprobe der Schulhymne

Die CDs mit der Schulhymne der KGS Martinusschule können im Sekretariat für 2 Euro pro CD gekauft werden.

Entstehung der Schulhymne „W.I.R.“

Projektwoche Abschlussfeier (11)Herr Heying erzählt von seiner Idee und der Umsetzung der Schulhymne:

Auf die Idee, eine Schulhymne für unsere Schule zu schaffen, kam ich eigentlich rein zufällig. Beim Herumschmökern auf der Homepage meiner als Lehrer ehemaligen Schule erblickte ich, dass diese eine Schulhymne hatte. „So etwas haben wir gar nicht, würde uns aber bestimmt auch gut stehen“, dachte ich, und die Idee war geboren. Da kam die anstehende Projektwoche „Olympia“ gerade recht, denn, wann, wenn nicht dort, könnte man eine Hymne schaffen.

Seit Anfang des Jahres ließ mich diese Idee nicht mehr los, und es war mir sofort klar, dass eine Hymne nicht im Hauruck-Verfahren geschaffen werden konnte, da sie ja bleibend sein sollte.

Daher hatte ich den Wunsch, sie professionell begleitet, entstehen zu lassen. Ich informierte Frau Herrwegen, die Schulleiterin unserer Schule, und ganz schnell waren es schon zwei Begeisterte. Nun ging es natürlich auch um die Finanzierung eines solch groß angelegten Vorhabens. Durch den durch die Stadt vermittelten Kontakt mit Frau Leibl, der Referentin für Öffentlichkeitsarbeit in Bedburg, wurden wir auf Dieter Kirchenbauer aufmerksam, der auch Interesse und Bereitschaft zeigte.

Damit konnte es losgehen, und es entstand im Februar / März der Text zu der Hymne. Dafür war mir Eines wichtig. Ich wollte vier Dinge mit einander verbinden und diese in den Text einfließen lassen:

1.     unser weiterentwickeltes Schulprofil: Wertschätzung – Interesse – Respekt

2.     unser Schulleben

3.     den Patron unserer Schule, den Heiligen St. Martin und

4.     den olympischen Gedanken.

Der Text spiegelt wider, was unsere Schule ausmacht, was wir uns auf unsere Fahne geschrieben haben. Wir sind eine katholische Grundschule, in der allumfassend und den christlichen Werten entsprechend, gelebt und gelernt wird, in der Kinder, Eltern, Lehrer, Angestellte und Freiwillige gemeinsam zum Wohle der Kinder arbeiten und das Schulleben gestalten.

Diese, unsere Arbeit, gelingt nur, wenn die drei großen Buchstaben W. I. R. uns leiten und uns zum Ideal werden. Wir schätzen den Anderen wert, wir interessieren uns für ihn, und wir respektieren ihn. Somit stand dann auch der Titel der Hymne fest: W.I.R., der die drei großen Worte unseres Schulprofils als auch unser schulisches Handeln, Denken und Fühlen vereint.

Das, so war mein Vorhaben, sollten alle Kinder der Schule und auch alle Lehrer singen können. Damit war die zweite Idee geboren, auch die Lehrer sollten mit ins Boot.

Den vorerst fertigen Text stellte ich dann einige Zeit später Dieter Kirchenbauer bei einem ersten Kennenlernen vor. Auch das Kollegium der Martinusschule lernte den Text kennen und konnte sich mit der Idee einer Schulhymne und mit dem Text identifizieren.

Relativ schnell hatte Dieter Kirchenbauer eine passende Melodie für die Hymne, die er mir bei weiteren Treffen vorspielte. Sie wurde schlussendlich zum musikalischen Motiv der Hymne, und Herr Kirchenbauer produzierte eine CD, mit Hilfe derer alle Kinder und Lehrer die Hymne üben konnten.

Nun rückte die Projektwoche immer näher, und es formierte sich eine Gruppe von 20 Kindern, die mit mir die Hymne realisieren wollte. Glücklicherweise waren auch 3 Kinder mit dabei, die Flöte und Klavier spielten, so dass für das vorgesehene Zwischen- und Nachspiel der Hymne alle Möglichkeiten einer Umsetzung gegeben waren. Am Freitag vor der Projektwoche besuchte uns Dieter Kirchenbauer in der Schule, um die Kindergruppe kennenzulernen und mit ihr zu besprechen, wie die folgende Woche ablaufen würde.

In der Projektwoche selbst ging es dann natürlich ans Üben der Hymne. Es wurden aber auch Geräusche (Gong, Kindergeschrei auf dem Schulhof…) in der Schule aufgenommen, die mit in die Hymne einfließen sollten. Auch wurden schon die CD-Hüllen vorbereitet und viele Plakate für die Ausstellung gestaltet. Am Mittwoch war dann für die Kinder der ersehnte Studiotag mit Dieter Kirchenbauer. Während die zwei eingeteilten Gruppen im Wechsel im Studio waren, wurden die Kinder in der Schule von zwei Müttern und der Praktikantin betreut, und so konnten alle angefangenen Arbeiten an den CD-Hüllen und Plakaten beendet werden. Die Kinder hatten vor den Mikrofonen sehr viel Spaß und nahmen es gelassen hin, wenn das Lied und einzelne Passagen immer und immer wieder (alleine, in Gruppen oder mit allen) eingesungen werden mussten. Schlussendlich war das Lied dann Mittwochmittag im Kasten. Donnerstags kam Dieter Kirchenbauer erneut in die Schule, um den Rap und die Instrumenteneinspielungen (2 Flöten, 1 Klavier, Rasseln, Klanghölzer, Becken, Pauke) aufzunehmen.

Einen vierzeiligen Rap für die Mitte der Hymne hatte ich zu diesem Zeitpunkt schon geplant und geschrieben, dann doch wieder beiseite gelegt. Ich wollte die Kinder mehr in die Entstehung des Raps mit einbeziehen und ließ diesen Passus erstmal offen. In der Projektwoche selbst entwickelte sich dann mit den 20 Kindern gemeinsam ein Vierzeiler.

Am Donnerstagnachmittag war dann das Kollegium mit viel Spaß und Eifer im Studio, und auch hier ging es nicht ohne „Nochmal von vorne!“.

Freitag begann dann das große und ungeduldige Warten, ich fuhr nachmittags zu Dieter Kirchenbauer, und wir waren beide sehr zufrieden mit dem Endergebnis. Aber schlussendlich sollte es dann noch einige Stunden dauern, bis ich abends die endgültige Fassung in Händen hielt. Diese dann so oft wie möglich für den Verkauf am Präsentationstag zu brennen, war dann meine Arbeit Freitagnacht parallel mit Laptop und PC. Glücklicherweise hatten sich einige Kolleginnen, ein Vater und Dieter Kirchenbauer selbst bereit erklärt, dabei zu helfen, so dass wir dann am Präsentationstag genügend CDs hatten, die verkauft werden konnten.

Selbst, während die Kinder der anderen Projektgruppen und Eltern am Samstagvormittag zum Üben der Hymne in meinen Gruppenraum kamen, brannte besagter Vater weiter CD um CD.

Diese konnten dann in die vorbereitete CD-Hülle gelegt werden und waren zum Verkauf bereit. Die Präsentation der Hymne bei der Abschlussfeier war dann für alle Beteiligten ein lohnender und glücklich machender Erfolg.

 

„W.I.R.“ auf der Bedburger Musikmeile

P1060238Das war ein krönender Höhepunkt in der Entstehungsphase der Schulhymne: der Auftritt von Kindern und Lehrern auf der Bedburger Musikmeile am 3. September 2016. Der Bürgermeister, Herr Solbach, hatte im Juni bei der Uraufführung der Hymne am Präsentationstag der Projektwoche alle Kinder spontan zur Bedburger Musikmeile eingeladen, weil er so begeistert von der Idee und der Umsetzung der Schulhymne war. Das wollte sich keiner der Beteiligten entgehen lassen, schon gar nicht die Kinder, die in der Projektwoche die Hymne mit Herrn Heying und Herrn Kirchenbauer auf CD eingesungen hatten.

Und so trafen sich alle Kinder mit Dieter Kirchenbauer vor der Bühne, die für sie zur großen Bühne werden sollte. Und schon waren sie umringt von Presse, Radio und Fernsehen, Herr Heying wurde sogar von der Presse befragt. Der Schlossparkplatz füllte sich immer mehr mit Zuschauern, und schon bald ging es los. Moderiert wurde die Eröffnung der Musikmeile von einem echten Radiomoderator. Dann traten zuerst ein Sänger, dann noch eine Sängerin auf…die Aufregung stieg, bis dann alle zum verabredeten Zeitpunkt hinter die Bühne kommen sollten. Alle, die auf die Bühne durften, hatten extra einen Künstler-Pass zum Umhängen erhalten. Und dann war es so weit: Dieter Kirchenbauer winkte alle auf die Bühne, und schon stand die Sängerschar auf der großen Bühne und blickte in tausende Gesichter. Was für ein beeindruckender Anblick! Schon bald erklang die Schulhymne, und alle sangen voller Begeisterung mit, und auch das Publikum kannte die Hymne teilweise schon und sang schunkelnd mit. Am Ende der Hymne applaudierten die Zuschauer frenetisch, und der Bürgermeister bedankte sich noch einmal sehr herzlich und sagte, dass das „W.I.R.“ der Hymne auch für alle Menschen in Bedburg gelten solle.

Das war wirklich ein toller Auftritt, und wie heißt es so schön in der Hymne: „Das macht uns groß und auch riesenstolz!“, und auch die Presse wusste von diesem Großereignis für die Schule am nächsten Tag mit großem Artikel zu berichten. Die zwei städtischen Plakatwände zeugen von den Stars der Musikmeile.